Rente

englische Rentenversicherung

englische RentenversicherungDie englische Rentenversicherung als Produkt der Altersvorsorge wird auch britische Rentenversicherung genannt: Der Begriff umfasst Produkte von Anbietern, die ihren Sitz in Großbrtannien haben, unter anderem in England und in Schottland. Interessant an der britischen Lebensversicherung ist, dass sie auch von Versicherten außerhalb des Vereinigten Königreichs genutzt werden kann. Die englische Rentenversicherung hat als System eine über 200jährige Tradition, sie gilt daher als seriös und erfahren auf dem Gebiet der Altervorsorge.

Funktionweise der englischen Rentenversicherung

Was ist das Besondere an der englischen Rentenversicherung und wie funktioniert sie? Charakteristisch ist eine traditionell starke Ausrichtung auf Aktien für die Altersvorsorge, Risiken durch Kursschwankungen an der Börse werden durch das sogenannte Smoothing ausgeglichen, eine Art spezielles Glättungsverfahren. Der britische Gesetzgeber erlaubt den Versicherungsanbietern bis zu 100 Prozent in Aktien anzulegen. Zum Vergleich: Deutschen Versicherern ist dies nur bis zu einem Satz von 35 Prozent möglich. In der Regel liegt die Aktien-Quote bei einer englischen Rentenversicherung bei 70 bis 80 Prozent. Die dadurch erwirtschafteten vergleichsweise hohen Renditen über die garantierten Rentenbezüge hinaus können langfristig an die Versicherten weitergegeben werden. Eine Rentengarantiezeit auch über den Tod des Versicherten hinaus, in deren Genuss die Hinterbliebenen kommen, kann, muss aber nicht vereinbart werden. Die Rentengarantiezeit liegt bei britischen Versicherern zwischen 5 und 15 Prozent. Je kürzer die Laufzeit gewählt wird, umso höher fällt die monatliche Rentenleistung aus.

Vorteile und Nachteile der englischen Rentenversicherung

englische RentenversicherungDer gewichtigste Vorteil der englischen Rentenversicherung ist die sehr lange und professionelle Erfahrung der britischen Versicherer im Aktieninvestment. Je nach Anbieter können dabei sehr hohe Renditen für den Versicherungsnehmer erzielt werden. Ein Währungsrisiko besteht nicht, da in Euro investiert wird. Die Ablaufrendite beträgt in Deutschland zwischen 6 und 9 Prozent. Gleich zu Rentenbeginn wird eine hohe Summe steuerfrei ausgezahlt. Ein Nachteil ist, dass die Leistungen der einzelnen Anbietern auf den Britischen Inseln sehr unterschiedlich sind, DIE englische Rentenversicherung gibt es nicht. Ein ausgiebiger Vergleich der Angebote und ein genaues Abwägen der Vor- und Nachteile ist also notwendig. Zudem ist das Risiko durch die starke Ausrichtung auf Aktien zumal in wirtschaftlichen Krisenzeiten trotz des Smoothings etwas höher als bei kontinentaleuropäischen Anbietern. Totalausfälle sind allerdings wegen der sehr strengen Auflagen der britischen Finanzaufsicht nahezu ausgeschlossen.